Willkommen in Gunderath
 Sie befinden sich hier: Oberes Elztal Ortsgemeinden Gunderath Geschichte Sa., 21. Oktober 2017
 

Geschichte


Der Ortsname deutet auf eine Entstehung des Ortes in der späten Rodungsphase der Karolingerzeit hin. Bis 1794 gehörte der Ort zum kurkölnischen Amt Nürburg. Unter preußischer Verwaltung wurde Gunderath Gemeinde der Bürgermeisterei Kelberg im Kreis Adenau. Im Zuge der Verwaltungsreform von 1970 fiel der Ort zusammen mit den anderen Gemeinden im Amt Kelberg an den Kreis Daun, heute Kreis Vulkaneifel.


Filialkapelle hl. Quirinus


Die Filialkapelle in Gunderath ist im Jahre 1785 erbaut worden und ist dem hl. Quirinus geweiht.
Sie ist ein in verputztem Bruchstein erbauter Bau, hat vier rundbogige Fenster und einen dreiseitigen Chorschluss. Im vierseitigen Dachreiter ist eine Glocke aus dem Jahre 1959 mit der Inschrift "HL. QUIRINUS BITTE FÜR UNS" untergebracht.
Bei den verhältnismäßig kleinen Bruchsteinen im Mauerwerk handelt es sich vermutlich um Restposten aus dem Bau der Pfarrkirche in Uersfeld, die drei Jahre vorher erbaut wurde.
Im Jahre 1788 bittet die Gemeinde Gunderath als Eigentümer mit sieben Kapelle Hl. QuirinusUnterschriften ihrer Vertreter und der des eifrigen Seelenhirten, Pfarrer Michels, um die Benediktion (Einsegnung) der neu erbauten Kapelle.
Die Erlaubnis des Generalvikariats Trier erfolgte am 02.07.1788.
Im Jahre 1857 erhielt die Kapelle einen neuen Innenanstrich. Die barocke Ausstattung der Kapelle ist im Lauf der Jahre verloren gegangen.
Die Kapelle blieb bis zum Jahre 1944 im Eigentum der Gemeinde Gunderath. Im gleichen Jahr musste die aus dem Jahre 1884 stammende Glocke für Kriegszwecke abgegeben werden.
Die jetzigen Bänke stammen aus der Klosterkapelle Maria Martental. Sie wurden 1944, als die Nationalsozialisten das Kloster aufhoben und besetzten, an die Pfarrkirche Uersfeld abgeben.
1998 erhielt die Kapelle einen neuen Außenputz.
Das alte Foto zeigt die Kapelle des hl. Quirinus, die Außenwände sind noch nicht verputzt und mann kann den verhältnismäßig kleinen Bruchstein noch erkennen.

Die Kapelle ist ein geschichtsträchtiger Ort im Oberen Elztal und ist Bestandteil der  Geschichtsstraße "Rund um den Hochkelberg" - Teil I - Station 23.
 
 
 
 
 
 
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